Wenn das Eis den Unterschied macht
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„Pinke Kuh“ Wenn das Eis den Unterschied macht

Renata Hartmann aus Hardegsen eröffnet eine neue Eisdiele. Das Besondere daran ist neben dem Eis der Standort. Die Eisdiele befindet sich in der Baumschule Jenssen - mitten im Industriegebiet Grone.

Renata Hartmann und Mitarbeiterin Tanja Brennecke mit selbst gemachtem Eis ohne Konservierungsstoffe.

Quelle: Marks

Öffnungszeiten

Göttingen. Die Öffnungszeiten sind von 11 Uhr bis 18 Uhr, bei schönem Wetter eventuell länger. Die Eisdiele „Pinke Kuh“ ist auch am Sonntag geöffnet.

„Eis ist nicht gleich Eis“, sagt Renata Hartmann. Sie muss es wissen, schließlich ist die Unternehmerin aus Hardegsen besonders in Sachen Eis in der Region nicht unbekannt. Seit 2003 führte sie erfolgreich eine Eisdiele in Hardegsen. Der besondere Geschmack ihrer Eiskreationen sprach sich schnell herum. „Die Kunden kamen für unser Eis von weit her angereist“, erzählt sie mit einem selbstbewussten Lächeln. Nun will Renata Hartmann einen Versuch in der Stadt Göttingen starten. „Es gibt gewiss schon sehr viele Eisdielen in Göttingen“, sagt Hartmann. Doch mit der Eisdiele „Pinke Kuh“ will sie sich ganz bewusst vom übrigen Eis-Markt in der Stadt abheben. „Wir verwenden nur natürliche Zutaten, keine künstlichen Aromen oder Konservierungsstoffe“, erzählt die 38-Jährige. So kommt es, dass im Himbeer-Eis auch wirklich echte Himbeeren zu finden sind. Auch das Zitronen-Eis schmeckt so richtig fruchtig. Zu empfehlen ist zudem das Mango - sowie das Erdbeer-Eis. Neben dem vielseitigen Eis-Angebot finden sich selbstgebackenen Kuchen und Torten sowie interessante Kaffeekreationen. „Alles ist mit Liebe gemacht“, so Hartmann.

Die Idee, ein Café in der Baumschule im Industriegebiet zu eröffnen, kam dem Unternehmer Jürgen Jenssen. Nach einem Umbau des Wirtschaftsgebäudes, dabei mussten vor allem die Fenster erneuert, sanitäre Einrichtungen geschaffen und der Außenbereich gestaltet werden, konnte es losgehen. Zur Eröffnung herrscht bereits eine gemütliche Atmosphäre im Café. „Wir wollten etwas schaffen, wovon wir beide profitieren können“, erzählt Jenssen, der den Familienbetrieb in der zweiten Generation führt. Auf drei Hektar Betriebsgelände pflanzt Jenssen heute Bäume und Sträucher jeder Art an - und das im Industriegebiet. „Wir sind Sortimentsbaumschule“, erklärt der 56-jährige. Vom Obstbaum über die Rosen, Wildgehölze und Straßenbäume produziert der Betrieb 80 Prozent selber. Fast 60 Jahre gibt es die Baumschule Jenssen. Im Jahr 1959 gründete Vater Jenssen den Betrieb. „Damals gab es außer uns hier wenig“, erzählt Jenssen, der sich an diese Zeit aus seinen Jugendjahren gut erinnern kann. Heute hat sich das Industriegebiet stark verändert. Große Firmen wie Sartorius und Zufall haben ihre Konzernzentralen in unmittelbarer Nähe. Die Baumschule Jenssen ist ein reiner Land - und forstwirtschaftlicher Betrieb mit sieben Mitarbeiter.

Die Arbeit habe sich sehr technisiert. „Auch die Kunden wollen heute etwas mehr erleben“, so Jenssen. Eine Eisdiele könne den Kunden gefallen, dachte Jenssen. Gesagt getan. Ob das Experiment gelingt, wird die Zukunft zeigen. „Qualität hat sich aber bisher immer durchgesetzt“, sagt Jenssen. Auch Hartmann gibt sich zuversichtlich. „Das Betriebsgeheimnis steckt in unseren Eiskreationen“, sagt sie mit einem sympathischen Lächeln. Damit werde es ihr gelingen, die Herzen der Kunden zu gewinnen.

Von Bernard Marks

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