Viel Action im Sommersemester
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Test-Wochen am Hochschulsport Viel Action im Sommersemester

Das Semester hat begonnen- am Hochschulsport (HSP)-Zentrum der Universität Göttingen tummeln sich Neugierige. Für zwei Wochen können dort die Kurse getestet werden. Neu im Sommersemester sind unter Anderem ein Laufprogramm und Gesundheits-Kurse. Wir haben ein Lauftraining und einen Parcour-Kurs für Beginner besucht.

Quelle: Niederleithinger

Göttingen. Das Gelände des HSP ähnelte in diesen Tagen einem Bienenstock: Eifrig probierten sich Gruppen von Sportlern in unterschiedlichen Sportarten. In bunten Leibchen trainierten die Einen Rugby, während Andere beim Disc-Golf eine Frisbee mit möglichst wenigen Würfen in einen Korb segeln ließen. Am Gebäude versammelten sich Laufgruppen- eine davon um Christina Gasse: Sie leitete fünf Ambitionierte im Kurs „Basis I“ an.

Im lockeren Trab zog die Gruppe zum Hartplatz. Dort zeigte Gasse Kräftigungs- und Koordinationsübungen sowie Basics: „Die Arme werden aktiv mitgenommen und bilden mit dem Rücken das sogenannte Läuferdreieck.“ Für solche Tipps war die 28-jährige Ulrike Wehrmann, Studentin der Arbeitsforschung, zum Training gekommen. „Ich habe bereits Fünf-Kilometer-Läufe mitgemacht, dann aber pausiert.“ Bald will sie wieder ein Einem teilnehmen. Alexandra Lorek lief zum ersten Mal in einer Gruppe. „Ich möchte die fünf Kilometer problemlos schaffen“, sagte die 19-jährige Jura-Studentin.

„Das neue Laufprogramm bietet eine laufathletische Rundumbetreuung“, so die HSP-Gleichstellungsbeauftragte Cathrin Cronjäger. Neu seien auch die HSP-Kurse des „Healthy Campus“-Programms, bei dem Studierende lernen sollen, ihr Leben aktiv zu gestalten und mit Stress umzugehen. Disc-Golf sei ein Beispiel für eine andere Kurs-Kategorie: „Wir sind da aufgeschlossen und an Fun-Trends interessiert“, so Cronjäger.

Das Aufeinandertreffen von Händen und Füßen mit Kästen und Reckstangen dominierten die Geräuschkulisse in der Turnhalle. „Parcour bedeutet, den direktesten Weg zu nehmen“, erklärte Lucas Mittelmeier, Trainer im Beginner-Kurs. Auch Elemente des „Freerunning“ bezieht er ein, bei dem alles erlaubt ist, was „cool aussieht“. Jeder solle seinen eigenen Stil entwickeln. Die 33-jährige Ärztin Lisa Tyroller stach unter den 17 Teilnehmern durch Pflaster an beiden Schienbeinen heraus: „Vom Draußen-Training gestern.“ Sie halte sich für eher unsportlich, aber: „Wenn man sich durchbeißt, merkt man schnell Erfolge.“ Der 19-jährige Forstwissenschafts-Student Martin Huttenloher hatte sich schon oft Parcour-Videos angeschaut und fand den Kurs „echt cool“. Er wolle dran bleiben um „immer höher und weiter“ zu kommen.

Von Marie Niederleithinger

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